Akzo Nobel hat ein bedingtes Barangebot von Nippon Paint und Sherwin-Williams abgelehnt und erklärt, dass der Vorschlag den Wert und die langfristigen Perspektiven des Unternehmens nicht widerspiegele. Das Unternehmen hält an seiner Fusion mit Axalta Coating Systems fest und verweist auf die erheblichen strategischen Vorteile.
In Erwartung der bevorstehenden Veröffentlichung des SEC-Formulars F-4, in dem die geplante Fusion mit Axalta Coating Systems detailliert beschrieben wird, bestätigt Akzo Nobel, dass es am 1. Mai 2026 einen bedingten und unverbindlichen Vorschlag von Nippon Paint Holdings und The Sherwin-Williams Company abgelehnt hat, der am 29. April 2026 eingegangen war und ein Barangebot für sämtliche ausgegebenen und ausstehenden Aktien von Akzo Nobel zu einem indikativen Angebotspreis von 73,00 EUR in bar je Aktie (ohne reguläre Jahres- und Zwischendividenden) vorsah. Diesem Angebot war ein erster Vorschlag vorausgegangen, der am 16. April eingereicht und am 22. April abgelehnt wurde.
Gemäß den Bedingungen des Vorschlags würde Nippon Paint das vollständig in bar zu zahlende öffentliche Angebot für sämtliche ausgegebenen und ausstehenden Aktien von Akzo Nobel unterbreiten. Nach Abschluss der vorgeschlagenen Transaktion würde Nippon Paint die Geschäftsbereiche Decorative Paints und Industrial Coatings von Akzo Nobel behalten, während die Geschäftsbereiche Automotive & Specialty Coatings, Marine & Protective Coatings und Powder Coatings von Akzo Nobel separat an Sherwin-Williams verkauft würden. Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben den Vorschlag gemeinsam mit ihren jeweiligen Finanz- und Rechtsberatern im Einklang mit ihren treuhänderischen Pflichten sorgfältig geprüft und abgewogen. Die Gremien kamen unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte des Vorschlags zu dem Schluss, dass der Vorschlag nicht als „Superior Proposal“ (wie in der Fusionsvereinbarung zwischen Akzo Nobel und Axalta definiert) zu qualifizieren ist und auch nach vernünftigem Ermessen nicht als solcher zu qualifizieren sein dürfte.
Die Gremien berücksichtigten unter anderem und in keiner bestimmten Reihenfolge, dass der indikative Angebotspreis dem Wert von Akzo Nobel und seinen langfristigen Perspektiven – unter Berücksichtigung der Vorteile der empfohlenen Fusion mit Axalta – bei Weitem nicht angemessen Rechnung trug; dass der Vorschlag keine ausreichende Transaktionssicherheit in Bezug auf regulatorische Freigaben und die Aufteilung des Geschäfts zwischen Nippon Paint und Sherwin-Williams bot; und dass die Interessen der Akzo-Nobel-Stakeholder nicht angemessen gewahrt wurden. Beide Gremien von Akzo Nobel empfehlen einstimmig weiterhin den Zusammenschluss unter Gleichen zwischen Akzo Nobel und Axalta und verweisen dabei auf die überzeugende strategische Begründung und die Vorteile, die in der gemeinsamen Pressemitteilung von Akzo Nobel und Axalta vom 18. November 2025 dargelegt wurden.
Quelle: Farbe & Lack