Die BASF hat ihre angekündigte Umstrukturierung im Bereich Fahrzeugserienlacke, Autoreparaturlacke und Oberflächentechnik abgeschlossen und die
BASF Coatings in ein eigenständiges Unternehmen namens Surventis überführt. Die Transaktion, die am 30. Juni 2026 vollzogen wurde, markiert einen
strategischen Schritt des Chemiekonzerns hin zu einer stärker fokussierten Konzernstrategie. Der Unternehmenswert der Vereinbarung beläuft sich auf
7,7 Mrd. EUR und brachte BASF einen Zahlungsmittelzufluss von rund 5,8 Mrd. EUR vor Steuern. Gleichzeitig hält BASF weiterhin eine Minderheits-
beteiligung von 40 % an Surventis.
Die Trennung von BASF Coatings ist Teil der Strategie des Konzerns, eigenständige Geschäftsbereiche sichtbarer zu machen und den Fokus auf
Kernaktivitäten zu legen. Markus Kamieth, Vorstandsmitglied der BASF, betonte, dass die Minderheitsbeteiligung es BASF ermögliche, weiterhin an der Wertentwicklung des neuen Unternehmens zu partizipieren. „Wir schaffen dadurch die Voraussetzungen für profitables Wachstum bei Surventis und
straffen zugleich die Steuerung unseres Gesamtkonzerns“, erklärte Kamieth.
Mit der Gründung von Surventis beginnt ein neues Kapitel für die Mitarbeitenden und die Führungsebene des Unternehmens. Jens Luehring, der neue
CEO von Surventis, bezeichnete den Start als „spannendes neues Kapitel“ für die globale Belegschaft. Die neue Eigentümerstruktur soll laut Anup Kothari,
ebenfalls aus dem BASF-Vorstand, die Grundlage für nachhaltiges und profitables Wachstum schaffen.
Für Kunden des ehemaligen BASF Coatings ändert sich zunächst wenig: Lieferketten und vertragliche Beziehungen bleiben in der Übergangsphase
unverändert. Surventis wird weiterhin die bekannten Produkte und Dienstleistungen anbieten, jedoch nun unter eigener Marke und Führung, während
BASF als einflussreicher Anteilseigner im Hintergrund agiert.
Die Minderheitsbeteiligung von BASF an Surventis minimiert das Risiko für den Konzern und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, von einer positiven
Wertentwicklung des neuen Unternehmens zu profitieren. Surventis selbst soll sich zukünftig auf die Weiterentwicklung seiner Technologien und den
Ausbau seiner Marktposition im Bereich der Lack- und Oberflächentechnik konzentrieren.
Mit der Umstrukturierung unterstreicht BASF ihre Strategie, sich stärker auf Kerngeschäfte zu fokussieren, während eigenständige Geschäftsbereiche
unabhängiger am Markt agieren können. Surventis könnte somit neuen Schwung in die Lackindustrie bringen und sich als eigenständiger Akteur etablieren.
Quelle: Farbe & Lack und chemie.de